FROSTBEKÄMPFUNG IM WEINBAU MIT HUBSCHRAUBER

Vor zwei Jahren haben einige Winzer durch Frostschäden in den Weinbaugebieten etwa 80 bis 100% ihrer erhofften Weinernte eingebüßt, so Josef Peil der Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes. Jahr für Jahr sind die Wetterkapriolen für die Winzer mit entscheidend, ob die harte Arbeit in den Weinbergen Früchte trägt.

Durch das langsame überfliegen (etwa 10 bis15 Knoten) der Weingärten in Bodennähe , d. h. durch das wirbeln der Rotoren und durch den daraus resultierenden Abwind, wird aus etwa 10 Meter Höhe, die dort wärmere Luft auf den Boden gedrückt, und diese verdrängt dort für kurze Zeit die eiskalte Luft mit Minusgraden. Es wird auch in Hanglagen, durch den langsamen Überflug, die Kaltluft regelrecht „weggeschoben“.

Laut Aussage der Winzer, (dies ist in Neuseeland, Australien und Kalifornien eine längst erfolgreiche Praxis zur Frostbekämpfung im Weinbau), können durch den Einsatz des Hubschraubers bis zu 7° Celsius Temperatursteigerung am Boden erreicht werden, d.h., wo am Boden Minustemperaturen herrschten, kletterte die Quecksilbersäule kurz in den Plusbereich, wenn ein Hubschrauber die Fläche überflog. „

Die Kältegrade kehrten dann zwar wieder zurück, bis zum nächsten Überflug, aber es gab keinen längeren Dauerfrost, der die Reben hätte dauerhaft schädigen können“, so der Winzer Herr Horst Kolkmann, der sich auf Testversuche mit Hubschraubern in der Pfalz stützt.