Heizöl leicht – Schwechat 2000

Schwechat 2000 ist ein eigens für den österreichischen Markt hergestelltes und nur in Österreich vertriebenes Heizöl. Der Name leitet sich aus dem Raffineriestandort Schwechat, in der nähe von Wien und dem Schwefelgehalt von bis zu 2000 mg/kg ab. Das zu Schwechat 2000 verarbeitete Rohöl entstammt zumeist dem Ölfeld Matzen in Niederösterreich. Bei der Produktentwicklung spielten unter anderem Autarkiebestrebungen der OMV eine Rolle.
Schwechat 2000 ist in der Ö-Norm spezifiziert und gehört zur Gruppe der leichten Heizöle. Der Energiegehalt liegt mit 10 kWh pro Liter genauso hoch wie beim handelsüblichen Heizöl EL Schwefelfrei.
Als sog. Rückstandsheizöl neigt Schwechat 2000 allerdings zu Aschebildung und weist eine wesentlich höhere Dichte auf (ca. 0,9 kg/Liter gegenüber ca. 0,8 kg/Liter bei Heizöl EL Schwefelfrei). Der Flammpunkt liegt mit gut 100 °C ebenfalls deutlich über der typischen Hausbrand Ware. Schwechat 2000 muss in der Regel vorgewärmt werden und das Verbrennungsverhalten gestaltet sich entsprechend etwas aufwändiger.
Der früher übliche, aber für heutige Verhältnisse hohe Schwefelgehalt von bis zu 2000 mg/kg (2000 ppm, 0,2 %) ist ebenfalls zu erwähnen. Durch die speziellen Produkteigenschaften ist der Einsatz von Schwechat 2000 fast ausschließlich Industrie- und Großanlagen vorbehalten.